Sieben Jahre später: Mein Leben ging weiter!
Fortsetzung meiner bisherigen Lebensgeschichte!
Die Geschichte über meinen bisherigen Leben habe ich vor ungefähr sieben Jahren geschrieben und veröffentlicht. Seitdem ist viel Zeit vergangen und noch viel mehr passiert. Wenn ich den Text heute lese, erkenne ich mich darin wieder. Gleichzeitig merke ich aber auch, wie viele wichtige Kapitel meines Lebens damals noch gar nicht geschrieben waren. In diesen sieben Jahren habe ich unglaublich viel erlebt. Ich habe wunderschöne Reisen gemacht, neue Länder und Orte entdeckt und mir viele Träume erfüllt, von denen ich früher teilweise nicht wusste, ob sie für mich jemals möglich sein würden. Aus manchen früheren Wünschen sind heute Erinnerungen geworden, auf die ich mit einem Lächeln zurückblicke. Dabei waren es nicht nur die Orte und Erlebnisse, die diese Jahre besonders gemacht haben, sondern vor allem die Menschen.
Ich durfte tolle Menschen kennenlernen, die mein Leben bereichert und Spuren hinterlassen haben. Manche sind bis heute an meiner Seite, andere habe ich auf meinem Weg leider wieder verloren. Einige Begegnungen waren nur kurz, andere begleiten mich seit vielen Jahren.
Dann ist da mein Cousin Ali, der für mich viel mehr als nur ein Cousin ist, denn er ist für mich wie ein Bruder. Bei ihm weiß ich: Wenn wirklich etwas ist und ich ihn brauche, muss ich ihn nur anrufen und er ist für mich da. Und genauso weiß er, dass auch ich immer für ihn da bin, wenn er mich braucht. Dieses gegenseitige Vertrauen und die Gewissheit, sich aufeinander verlassen zu können, bedeuten mir sehr viel. Außerdem hat Ali mir dabei geholfen, einen meiner großen Träume zu verwirklichen, auch das werde ich niemals vergessen.
Natürlich gibt es meine tolle Physiotherapeutin Annette, die mich seit vielen Jahren begleitet. Sie unterstützt mich nicht nur körperlich, sondern auch menschlich. Solche Menschen zeigen mir immer wieder, wie wertvoll es ist, jemanden zu haben, der einen ernst nimmt, unterstützt und über viele Jahre zuverlässig begleitet.
Dann gibt es Dennis. Obwohl er seit über vier Jahren nicht mehr als Assistent bei mir arbeitet, ist aus unserer damaligen Zusammenarbeit eine echte Freundschaft entstanden. Wir schreiben uns bis heute fast jede Woche. Besonders in einer Zeit, in der ich sehr unter meinen Erfahrungen und Enttäuschungen mit Frauen gelitten habe, war er einer der sehr wenigen Menschen, die wirklich verstanden haben, wie sehr mich das beschäftigt. Er hat mir zugehört, mich ernst genommen und mich immer wieder ermutigt. Auch das werde ich nicht vergessen.
Oder Florian, der mich seit über neun Jahren als Assistent begleitet. Auch er hat einen besonderen Platz in meiner Geschichte. Unter anderem hat er mir meine erste Thailandreise deutlich günstiger ermöglicht. Vielleicht klingt so etwas für andere nach einer Kleinigkeit, für mich sind es aber genau solche Dinge, die ich nicht vergesse.
Da ist Emanuel, ein toller Assistent, der mich auf den allermeisten meiner Reisen begleitet hat und dies bis heute tut. Mit ihm kann ich entspannt reisen, weil ich weiß, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Gleichzeitig ist er einfach ein sehr angenehmer Mensch, mit dem man auch auf langen Reisen eine gute Zeit verbringen kann.
Oder Monica, zu der ich seit Jahren regelmäßig zum Waxing gehe. Obwohl in den vergangenen Jahren fast alles teurer geworden ist, nimmt sie von mir seit ungefähr drei Jahren weiterhin denselben Preis. Auch solche kleinen Gesten nehme ich wahr und weiß sie zu schätzen.
Auch in der Liebe hat sich etwas verändert, womit ich nach meinen früheren Erfahrungen kaum noch gerechnet hatte. Nach fast 100 Frauen, bei denen ich über viele Jahre Ablehnung, Vorurteile oder fehlendes Interesse erlebt hatte, lernte ich Elo kennen, eine Frau, die mich als Mann sieht und mich so annimmt, wie ich bin. Daraus entstand meine persönliche Geschichte „Eine von 100 Frauen“. Bald erscheint eine tiefgründige Fortsetzung, die unsere echte Beziehung zeigt, mit Liebe, Nähe und wunderschönen Momenten, aber auch mit Herausforderungen, Ängsten, Enttäuschungen und allem, woran wir gemeinsam gewachsen sind.
Warum erzähle ich ausgerechnet von solchen Dingen? Weil ich sehr genau wahrnehme, wie Menschen mit mir umgehen. Ich merke mir nicht nur die großen Gesten. Oft sind es gerade die kleinen Dinge: Wer hört wirklich zu? Wer hält sein Wort? Wer freut sich ehrlich für mich? Wer ist da, wenn es schwierig wird? Und wer tut etwas Gutes für mich, ohne daraus selbst einen Vorteil haben zu müssen? Ich merke aber genauso, wenn etwas davon fehlt. Ich bin ein feinfühliger Mensch. Vielleicht treffen mich deshalb Enttäuschungen, Ungerechtigkeiten oder Ausgrenzungen manchmal besonders stark. Aber dieselbe Feinfühligkeit sorgt auch dafür, dass ich Wertschätzung, Ehrlichkeit, Loyalität und kleine Gesten sehr bewusst wahrnehme. Ich sehe und merke, was von einem Menschen kommt, und genauso, was nicht kommt.
Denn natürlich bestanden diese sieben Jahre nicht nur aus Reisen, Erfolgen und wunderschönen Begegnungen. Ich habe auch Menschen verloren, wurde enttäuscht und habe erneut Diskriminierung, Ausgrenzung und Ungerechtigkeiten erlebt, manchmal offen, manchmal hinter meinem Rücken. Gerade Letzteres hat mir gezeigt, dass nicht jeder Mensch, der einem freundlich begegnet, es auch wirklich ehrlich mit einem meint. Manche Erfahrungen haben mich tief verletzt. Es gab Stress, Sorgen, Ängste, Enttäuschungen und Situationen, in denen ich mich gefragt habe, warum Menschen so handeln. Ich bin zwar ein sehr positiver und lebensfroher Mensch, aber das bedeutet nicht, dass alles an mir abprallt. Auch ich bin traurig, enttäuscht oder verletzt, wenn mir etwas nahegeht. Mit der Zeit habe ich jedoch gelernt, genauer hinzuschauen: Welche Menschen tun mir wirklich gut? Wer meint es ehrlich mit mir? Wem kann ich vertrauen? Und von wem muss ich mich vielleicht auch verabschieden?
Heute weiß ich gute Menschen deshalb noch mehr zu schätzen als früher. Gleichzeitig habe ich gelernt, Grenzen zu setzen und nicht jedem Menschen dauerhaft einen Platz in meinem Leben zu geben. Manche Menschen kommen, manche gehen, und einige wenige bleiben. Genau diese Menschen sind für mich besonders wertvoll. Vor allem aber habe ich trotz allem eines nicht verloren: meine Lebensfreude. Ich habe weiter gearbeitet, trainiert, mein selbstbestimmtes Leben ausgebaut, bin durch die Welt gereist, habe neue Menschen kennengelernt, gelacht, geliebt, gekämpft, Fehler gemacht, Enttäuschungen verarbeitet und mir immer wieder neue Ziele gesetzt. Viele meiner damaligen Träume sind heute keine Träume mehr, sondern wunderschöne Erinnerungen.
Wenn ich heute auf diese sieben Jahre zurückblicke, sehe ich deshalb nicht nur, was ich alles geschafft habe. Ich sehe die Länder, die ich bereist habe, die Träume, die wahr geworden sind, die Menschen, die geblieben sind, die Menschen, die gegangen sind, die schönen Momente und genauso die Erfahrungen, die wehgetan haben. All das gehört zu meinem Leben und hat mich weiterentwickelt. Vielleicht ist genau das meine wichtigste Erkenntnis nach diesen sieben Jahren: Ein schönes Leben bedeutet nicht, dass immer alles schön läuft. Es bedeutet für mich, auch schwierige Zeiten zu erleben, daraus zu lernen und trotzdem die Freude am Leben nicht zu verlieren. Ich weiß heute noch bewusster, welche Menschen ich in meinem Leben haben möchte, was mir wichtig ist und wofür ich meine Energie einsetzen will. Ich möchte weiterhin reisen, lieben, genießen, mich weiterentwickeln, neue Menschen kennenlernen und mir neue Träume erfüllen. Denn wenn ich eines aus den vergangenen sieben Jahren gelernt habe, dann das: Viele meiner damaligen Träume sind inzwischen wahr geworden, aber ich bin noch lange nicht fertig. Meine Geschichte geht weiter.
